Polski Owczarek Nizinny
Der "Polski Owczarek Nizinny", wie der Pon in seinem Heimatland Polen heißt, ist ein mittelgroßer Hof- Wach- und Hütehund. Übersetzt bedeutet der Rassename "polnischer Niederungs Hütehund". Weil man in Deutschland den polnischen Namen aber kaum aussprechen kann, wurde die Rasse unter den Anfangsbuchstaben PON bekannt. Die Rasse hat ihren Ursprung in den polnischen Niederungen. Über Jahrhunderte war der PON ein einfacher Bauernhund.
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Inkluz, Isia und Hajda z KordegardyPrinzessin Grocholska wurde 1924 auf diesen hochintelligenten Hund aufmerksam und strebte auf ihrem Gut in Planta (Ost-Polen) die gezielte Züchtung an. Dabei waren die Hündinnen Fajka und Fryka sowie die Rüden Sep und Wykop ihre bekanntesten Zuchthunde. So war das Jahr 1924 der Beginn der gezielten Zucht des Pon in Polen. Bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhundert wurde mit zunehmendem Erfolg am Rassestandard gearbeitet, um wesentliche Voraussetzungen für die internationale Anerkennung des Pon als eigenständige Rasse zu schaffen. Das urtümliche zottelige Aussehen ist charakteristisch für diese robuste mittelgroße Rasse. Im Jahr 1963 wurde der PON als Rasse international anerkannt unter der FCI Nr. 251. Der Zweite Weltkrieg hätte dann fast das Aus für die polnischen Niederungshütehunde bedeutet.
Dr. Hryniewicz mit ihren Pon Smok, Nerpa, Kuma z Kordegardy und Arak Grebs.Dem Engagement der polnischen Tierärztin Dr. Danuta Hryniewicz (1914 - 2007) verdankt die Rasse ihre Rückkehr auf die internationale Show- und Zuchtbühne. Dr. Hryniewicz kaufte einige der wenigen nach dem Krieg noch reinrassigen Pons. Und mit Hilfe ausgewählter Inzucht und ein paar Züchterfreunden begann sie die Rasse wieder aufzubauen. In ihrem Zwinger z Kordegardy wurde 1949 der als Urvater der Pons bekannte Smok z Kordegardy eingetragen.
PON Charakter
Pons sind lebhafte, fröhliche, menschenbezogene, verspielte, einfühlsame und verschmuste Hunde. Dennoch hat die Rasse im Laufe der Jahrzehnte ihre
Wachsamkeit und natürliche Schärfe nicht verloren. Der Pon findet immer noch seine Aufgabe im Behüten seiner Familie und seines Heims.
Aus seiner Hof- und Hütehundezeit behielt er eine große Portion Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit. Fremden gegenüber ist ein Pon reserviert und zurückhaltend. Bei "ihren" Menschen sind Pons
jedoch echte Schmusebacken. Körperkontakt und gestreichelt werden gehört für einen Pon zum täglichen Muss. Ähnlich wie andere Hütehunde gehören Pons zu den s. g. Schattenhunden. Sie begleiten und
"verfolgen" ihre Besitzer überall hin. Steht Herrchen oder Frauchen auf, so tut ihr Pon das Gleiche und begleitet sie wie ein Schatten.
Die meisten Pons sind Kindern gegenüber aufgeschlossen. Gegenüber Hunden anderer Rassen haben Pons ein normales Sozialverhalten. Allerdings müssen sich Kinder und andere Hunde oft erst an die etwas
grobmotorische Spielweise mancher Pons gewöhnen. Dem typischen Pon-Dickkopf begegnet man am besten mit einer liebevollen und konsequenten Erziehung. Die Rasse hat fast keinen Jagdtrieb und neigt
nicht zum Streunen. Wer sich in das ansprechende Äußere dieser Rasse verliebt, sollte bedenken, dass Pons keine Sofahunde sind. Sie sind gerne draußen, egal bei welchem Wetter, und wollen durch Spiel
und Sport gefordert werden. Die Rasse eignet sich auch für Ausbildungen wie Obedience, Agility oder Rettungshunde. Erziehung mit Hilfe von Profis oder regelmäßige Besuche eines guten Hundeplatzes
machen Spaß und sind beim jungen Pon unumgänglich. Ansonsten kann er mit seinem schmelzenden Hundeblick schnell zum Haustyrannen werden.
Damit ein Pon als Pon anerkannt wird muss er dem s.g. Rassestandard möglichst nahe kommen. Rüden haben eine Schulterhöhe von 45 – 50 cm, Hündinnen von 42 – 47 cm. Das Gewicht der Hunde variiert je nach Größe zwischen 12 - 25 kg. Der Pon hat ein wunderschönes Haarkleid mit dichter Unterwolle. Es kommt in allen Farben vor. Was ein Pon sonst noch vorweisen muss lesen sie im Rassestandard.






